„Im Oktober bin ich wieder da,“ sagte Dorit Liebig, als sie sich Anfang August von uns verabschiedete, um sich im Krankenhaus operieren zu lassen. Sie fürchtete sich vor der Operation. Wir alle machten ihr Mut und glaubten fest an ihre Rückkehr zu uns. Gott hat es anders beschieden. Am 9. September haben wir sie zu Grabe getragen. Wir mussten Abschied nehmen von einer Mitarbeiterin, mit der viel Lachen und Fröhlichkeit in unser Kirchenbüro eingekehrt war. Für jede und jeden hatte sie ein aufmunterndes oder tröstendes Wort und sah einen dabei aus ihren großen braunen Augen herzlich an. Dorit Liebig war voller Energie und arbeitete gern bei uns und wir hatten sie gern. Schnell war sie Teil unseres Mitarbeiterteams – leider nur für etwa vierzehn Monate – eine allzu kurze Zeit. Wir vermissen sie sehr – und nicht nur wir. Dorit Liebig hinterlässt ihren Mann und ihre Tochter, die gerade ihr Abitur gemacht hat, ihre Eltern, ihren Bruder mit Familie und einen großen Freundeskreis. Wir trauern mit ihnen und sind dankbar, dass Dorit Liebig eine kleine Zeitspanne ihres Lebens zu uns gehören durfte. Wir werden sie, die so viel Herzlichkeit ausstrahlte, nicht vergessen. „Aber der Gerechten Seelen sind in Gottes Hand, und keine Qual rühret sie an.“ (Weisheit 3,1).
Renate Billig

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